In dieser Sendung sehen Sie Richard Nongard eine Hypnose-Demonstration vornehmen (in englischer Sprache). Richard Nongard kommt aus der Milton-Erickson-Richtung und erzeugt hier eine leichte Trance. Diese ist durchaus wirksam, allerdings ist seine “Versuchsperson” auch geübt in dem Verfahren, kennt es also aus eigener Anwendung, und ist sehr kooperativ. Für den Außenstehenden sieht dieses Verfahren nicht unbedingt wie “wirkliche Hypnose” aus, und dementsprechend mag sich der Zuschauer fragen, ob die “Versuchsperson” denn “wirklich weg war”. Dies ist eine sehr naheliegende und auch berechtigte Frage. Denn tatsächlich wird keine mittlere oder auch tiefe Trance in diesem Verfahren (zumindest in der gezeigten Demonstration) erreicht.
In der gemeinsamen Arbeit ist es wichtig, das Passende für den Klienten zu finden. Für Menschen, die eine tiefere Hypnose wünschen, sollten auch entsprechende Methoden angeboten werden. In der Sendung werden diese allzu schnell der “Showhypnose” zugeordnet und damit entwertet.
Richtig ist sicherlich, daß die “Showeffekte” in der Regel unter gewissen Bedingungen zustandekommen: Der Hypnotiseur sucht sich seine Versuchspersonen im Publikum aus, er holt oft mehrere zu sich auf die Bühne, um diejenigen herauszufiltern, die “kooperativ” sind. Zudem besteht durch den sozialen Rahmen (Scheinwerfer, Kameras, Publikum etc.) oft ein hoher Druck auf seiten der Versuchsperson. Die angewandten Techniken stammen aber zu einem guten Teil aus der klassischen Hypnose und sind als solche hilfreich, um vertiefte hypnotische Zustände zu erreichen.